|
Nachtleuchtende Wolken |
|
Ein weiteres Phänomen der polaren
Sommermesosphäre sind die nachtleuchtenden Wolken, die im englischen mit
"noctilucent clouds" (NLC) bezeichnet werden. Über sie wurde 1891 zum ersten Mal berichtet
[Jesse, 1891]. Sie treten
hauptsächlich unterhalb der Mesopause auf. Nachtleuchtende Wolken bestehen nach dem
gegenwärtigen Stand der Forschung ebenfalls aus Eisteilchen [Hesstvedt,
1987]. Dies wird durch
gleichzeitige Beobachtung von NLCs und Messung der Temperatur in Höhe ihres Auftretens
bestätigt - die Temperatur beträgt dort weniger als 154 K [Lübken
et al., 1996]. Die Erscheinung
ist mit bloßem Auge zu erkennen und fällt dadurch auf, dass die Wolken sich hell gegen den dunklen
Hintergrundhimmel abheben. Da sie jedoch nur gegen den dunklen Nachthimmel beobachtet werden
können, besteht die Möglichkeit der Beobachtung mit dem Auge nur südlich des Polarkreises.
Mit Hilfe von |
| Literatur |
|
Hansen, G., M. Serwazi and U. von Zahn, First detection of a noctilucent cloud by LIDAR, Geophys. Res. Lett., 16, 1445-1448, 1989. Hesstvedt, E., Note on the nature on NLCs, J. Geophys. Res., 66, 1985-1987, 1961. Jesse, O., Untersuchungen über die sogenannten leuchtenden Wolken, Meteorol. Z., 8, 306-308, 1891. Lübken, F.-J., K.-H. Fricke and M. Langer, Noctilucent clouds and the thermal structure near the Arctic mesopause, J. Geophys. Res., 101, 9489-9508, 1996. |
Stefanie Wong und Michael Zehnpfennig.
Copyright © 2002-2006. Alle Rechte vorbehalten.